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Archiv: Episoden

Sarita Dey: Über die verändernde Kraft der Kunst

Letzte Woche hat Gofi die Künstlerin Sarita Dey in ihrem Atelier in Frankfurt besucht. Sie ist davon überzeugt, dass die Kunst in der Lage ist, spürbare, positive Veränderungen herbeizuführen – für den einzelnen Menschen, aber auch für die Gesellschaft. Wie sie das ganz konkret erlebt, das schildert sie in diesem Gespräch. Dabei berichtet sie nicht nur von ganz persönlichen Erfahrungen, sondern auch von Begegnungen mit anderen Menschen, die sie eingeladen hat, an ihren Kunstaktionen und -interventionen teilzuhaben. Sarita schildert, wie Neues und Schönes aus Zerbruch hervorgehen kann, wie man an ihren Kunstwerken erkennen kann, dass sie sich als Teil von etwas großem Ganzen versteht, warum sie auch Werke zeigt, die ihr selbst nicht gefallen, und warum Ruhe für ihre Arbeit so wichtig ist.

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Special: POETRY TALK LIVE in Osnabrück (m. Gofi und Marco Michalzik)

Freut Euch auf das erste Special von Cobains Erben: Marco Michalzik und Gofi sind gemeinsam mit ihren Gedichten auf Tour gewesen und haben ein ganz besonderes Veranstaltungsformat ausprobiert, das sie POETRY TALK nennen. Die beiden haben ihre Texte nicht etwa einfach vorgelesen, sondern sie haben sich anschließend direkt auch darüber unterhalten. Und das nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Publikum. Denn an diesen Abenden in Berlin, Halle/Saale, Gießen, Lemgo und Osnabrück durfte sich jede*r zu Wort melden, die/der das wollte. So glich kein Abend dem anderen. Welche Texte wann und warum gelesen wurden und über welche Themen gesprochen wurde, entschied sich jeweils ganz spontan. Dies ist die Aufnahme ihres Auftrittes im Sharehouse Friedenskirche in Osnabrück. Viel Spaß beim Zuhören!

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Alles ist Meta, und niemand hat Schuld (mit Micha Kunze)

Das ist Dir bestimmt schon einmal aufgefallen: Mitten in der Handlung bricht ein Film ab und einer der Charaktere wendet sich plötzlich an das Publikum. Oder Romanfiguren denken über den Fortgang der Handlung des Romans nach. Immer wieder kommt es vor, dass Kunstwerke sich quasi selbst beobachten, vielleicht sogar selbst deuten oder zumindest Deutungsmöglichkeiten anbieten. Was soll das? Ist das ein witziges Spiel? Oder fügt es dem Werk tatsächlich etwas Sinnvolles hinzu? Micha Kunze hat schon vor einiger Zeit für das Cobains Erben WebMag einen Artikel geschrieben mit dem Titel „Alles ist Meta, und niemand hat Schuld“, in dem er über dieses Phänomen nachdenkt. Wir haben ihn eingeladen, mit uns darüber zu reden. Und wer Micha kennt, weiß, dass er jede Menge schlauer Dinge zu sagen hat. Aber hört selbst.

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‚Poor Things‘: Ein Emanzipationsdrama

Vier Oscars hat ‚Poor Things‘ erhalten, und so verdient das ist, so erstaunlich ist es doch auch. Denn wenn man den Film als ungewöhnlich bezeichnen würde, wäre das noch untertrieben. Er entwirft eine kühne Filmästhetik und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich emanzipiert und, genau wie der Film, ihren ganz eigenen Weg geht. Klingt das nach etwas, das Du schon unzählige Male gehört und gesehen hast? Vergiss es. Der Film ist viel verrückter. Wir erzählen Dir von Bella Baxter, ihrem Schöpfer und ‚Gott‘ Godwin und einem Sündenfall, der notwendig ist, damit sich das Drama der Emanzipation überhaupt erst entfalten kann. Vor allem sagen wir Dir, was wir von diesem Film halten. Ach nee, das machen wir jetzt schon: Er ist super! Aber hör selbst.

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„The Audience Comes Last!“ – Rick Rubin: Guru oder Scharlatan?

Wenn Du Dich in der Musik ein wenig auskennst, wird Dir der Name Rick Rubin ein Begriff sein. Der amerikanische Musikproduzent ist der wahrscheinlich Begehrteste seines Fachs und hat mit allen Größen der Szene bereits zusammengearbeitet. Seit einiger Zeit macht er aber auch in anderer Rolle von sich reden: als Buchautor und Mentor für Kunstschaffende und Kreative. Die sozialen Netzwerke wimmeln von kurzen Filmsequenzen, in denen er seine Erkenntnisse zum kreativen Schaffen teilt. Und sein Buch ‚The Creative Act‘ liegt auf zahlreichen Kaffeetischen auch in Deutschland. Dabei klingen seine Ratschläge oft ziemlich nach Esoterik und Positives Denken. Könnte man meinen. Oder hat er vielleicht recht mit dem, was er sagt? Wir wollen es wissen und nehmen sein Denken deshalb etwas genauer unter die Lupe.

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Wie politisch darf/muss Kunst sein?

Ein Riss geht durch die Kunstwelt, hat die Berliner Zeitung im vergangenen November geschrieben. Zwischen Künstlerinnen und Institutionen herrschen Uneinigkeit und Streit darüber, was man in politischer Hinsicht sagen darf oder sogar muss und was nicht. Erst die Documenta und der Antisemitismus-Eklat, jetzt die Morde der Hamas und Israels Bombardement des Gaza-Streifens: Künstlerinnen beziehen dazu Stellung. Müssen sie das? Kann Kunst das überhaupt? Was passiert mit Künstler*innen, die die vermeintlich ‚falsche‘ Haltung einnehmen? Kann man der Kunst eine Haltung vorschreiben? Und wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass diese erbitterten Auseinandersetzungen ausgerechnet im Feld der Künste und der Kulturinstitutionen ausgetragen werden? Ein echt schwieriges Thema, dem dieser Talk nicht gerecht werden kann. Wir versuchen es trotzdem. Gute Unterhaltung.

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„Früher hatte ich vor Worten immer Angst“ – Poetry Slammerin Stella Jantosca zu Gast

Mit Schreiben hatte Stella nie was am Hut. Der Deutschunterricht war für sie ein Graus. Bis sie an eine wirklich tolle Deutschlehrerin geriet, die in ihr die Liebe zum kreativen Schreiben weckte. Heute ist Stella nicht nur Poetry Slammerin, sondern auch die Slam Masterin verschiedener Veranstaltungen in Hessen. Gofi hat sie vor einiger Zeit bei einem Slam in Marburg getroffen, den sie zusammen mit Leah Weigand verantwortet, und hat sie zu Cobains Erben eingeladen. Wie genau hat ihre damalige Deutschlehrerin sie erreicht? Wie ist das, auf einer Bühne zu stehen und für die eigenen Texte die direkte Reaktion des Publikums zu ernten? Kann man davon leben? Und was macht man gegen das ungute Gefühl, es in Wirklichkeit gar nicht drauf zu haben? Über all das und noch mehr reden wir mit der sympathischen Slammerin Stella Jantosca aus Marburg. Viel Spaß!

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Süße Jungs sind toxisch – Wir lesen Megan Fox

Wir geben es zu: Wir haben nicht sehr viel erwartet, als wir uns entschieden, über die Gedichte der Schauspielerin Megan Fox zu sprechen. Warum? Weil wir vielleicht misogyne Arschlöcher sind? Ja, vielleicht. Aber auch, weil uns die Filme, in denen sie mitspielt, nicht besonders umgehauen haben oder noch nicht einmal bekannt waren. Und überhaupt, worüber will eine schöne, reiche, Frau denn schrieben? Und dann? Haben sie uns umgehauen, diese Texte über Frauenhass, Missbrauch und männliches Alpha-Verhalten. Megan Fox nimmt kein Blatt vor den Mund, reibt uns die hässliche Wirklichkeit ins Gesicht. Und wir können gar nicht anders, als als Männer über uns selbst nachzudenken, über das Patriarchat, Schwanzvergleiche und Geschlechterrollenklischees. Falls Du in der Vergangenheit Missbrauch durch andere erdulden musstest, könnte es besser sein, diese Folge nicht zu hören. Denn diese Gedichte sind nichts für Zartbesaitete. Anderseits können sie aber auch befreiend wirken, weil sie das aussprechen, was man sich vielleicht selbst nicht zu sagen traut.

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Oh Yes, I’m the Great Pretender – Über das Impostor Syndrome unter Künstler*innen

Ja, wir kennen das auch. Du bereitest Dich auf Deinen Auftritt oder Deine Ausstellung oder die Veröffentlichung eines Werkes vor, möglicherweise stehst Du sogar bereits vor Deinem Publikum und performst – und eine kleine Stimme in Deinem Kopf sagt Dir die ganze Zeit: Du kannst das überhaupt nicht. Du hast keine Ahnung, was Du da tust. Du bist nichts weiter als ein Impostor, eine Hochstaplerin. Gleich fliegt Dein Schwindel auf. Oder vielleicht erst morgen. Aber früher oder später werden es alle wissen, dass Du nur so tust, als ob. Dieses Phänomen, unter dem nicht nur viele Kunstschaffende leiden, nennt man Impostor Syndrome. Das ist das quälende Gefühl, dass man jeglichen Erfolg in Wirklichkeit überhaupt nicht verdient hat.
Eines der prominentesten Opfer des Syndroms ist Robbie Williams. Wir haben uns die sehenswerte Netflix-Doku über ihn extra noch einmal angeschaut und reden drüber: Wie geht man mit diesen Gefühlen um? Wodurch entstehen sie? Und gibt es ein Heilmittel, einen Ausweg aus der Misere? Viel Spaß bei diesem lockeren Gespräch zweier Betroffener!

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Der neue kreative Selbstausdruck des Jakob F.: Über das Reparieren, Verlängern, Verbessern, Neuschreiben von Filmen

Wir schauen so viele Filme und Serien an, wie keine Generation vor uns. Geschichten werden uns inzwischen vor allem in bewegten Bildern erzählt. Das macht natürlich auch etwas mit unserem Umgang mit dieser Erzählform. Wir denken häufig nicht mehr nur über die Stories nach, die uns erzählt werden, sondern auch darüber, WIE sie uns erzählt werden. Und es geht sogar noch weiter: So wie in anderen Bereichen der Pop-Kultur, hat sich auch hier eine Szene etabliert, die mit den vorhandenen Filmen arbeitet, sie verändert, verbessert, neu erzählt. Die neuen Versionen der Filme heißen ‚Fan Edits‘. Jay ist so ein Fan Editor und arbeitet selbst mit Filmen, die er besonders liebt. In diesem Talk erklärt er Gofi, um welche Filme es sich handelt und was und auch wie er sie verändert hat. Folgt uns in dieses faszinierende Rabbit Hole. Viel Spaß und: Frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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