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Glotzen oder lesen? – Über den Unterschied zwischen TV Serie und Roman

Kino oder Kopfkino? TV Serie oder Roman? Was gefällt dir besser? Was früher der Schmöker gewesen ist, das ist inzwischen die Serie geworden.

Jay ist bekennender Serien-Junkie. Gofi mag Serien auch, liest aber gerne und schreibt sogar selbst Romane. In dieser Folge vergleichen wir die beiden Formen: Worin unterscheiden sie sich eigentlich? Und mit welcher haben wir intensivere Erlebnisse gehabt?

Finde mit uns gemeinsam heraus, warum Romane Zeitmaschinen und Filme Gesamtkunstwerke sind und was eine gute Geschichte ausmacht.

Viel Spaß bei diesem nächtlichen Gespräch mit jeder Menge Wein!

10 Kommentare

  1. mila mila

    Es macht wirklich unglaublich Spaß euch zuzuhören und eure Herangehensweise die Themen aufzubereiten nimmt einen in den Denkprozess super mit.
    Nur manchmal stört es mich, dass Gofi einfach nicht so viel Gelegenheit zu bekommen scheint seine Ansichten zu teilen. Besonders beim Thema Literatur wäre es so interessant mehr Einblicke eines Autors zu bekommen. Auffällig ist es immer dann, wenn Jay ansetzt eine Frage an Gofi zu stellen und dann die Antwort selbst diskutiert ohne, dass Gofi überhaupt zu Wort gekommen ist. ;D

    • Haha, Milaaaa! Erstens: Herzlichen Glückwunsch zum ersten Kommentar des Jahres! Und zweitens: Du hast ja so Recht! 🙂 Liebe Grüße! Gofi

  2. Dominic Dominic

    Hoi zusammen

    Ein Glas oder zwei weniger Wein (insbesondere bei Jay hatte ich den Eindruck) würde der Qualität des Inhalts nicht schaden. Oder warst du denn ganz nüchtern, Jay?

    Ansonsten haltet Augen und Ohren offen und haltet durch.

  3. Peter Peter

    In dieser Episode habt ihr viele Themen besprochen, die ich auch häufig diskutiere. Wollte euch deswegen unbedingt ein Feedback geben.
    Zunächst mal: Ich bin ganz eindeutig in erster Linie ein Leser. ich schaue zwar auch viel und gerne Filme und hin und wieder sogar eine Serie, aber an einem Buchladen kann ich nicht vorbeigehen.
    Interessant fand ich euren Einstieg mit “Herr der Ringe”. Gofi hat mir so aus dem Herzen gesprochen, als er seinen Rant über die Jackson-Filme abliess. Ich habe die Trilogie zwar auch schon mehrfach gesehen – ich kann mich ja nicht immer vom Familienleben zurückziehen – aber ich kann nur kopfschüttelnd reagieren wenn ich von Leuten höre, dass für sie zur Weihnachtszeit die Herr der Ringe Trilogie unbedingt dazugehört. Ich war und bin verliebt in die Bücher, auf die ich im frühen Teenageralter gestossen bin. Ich habe die Abenteuer mit Frodo und Aragon als Leser durchlebt und ich wäre immer gerne dabei gewesen. Trotz aller Schrecknissen und Gefahren von Mittelerde war es ein Sehnsuchtsort. Vielleicht kann man als Leser die “Graustufen”, die Schrecken an das zu ertragbare anpassen,
    Der Film zeigt mir ein Universum, in das ich um nichts in der Welt gehen wollte. Und wenn Jay zum Buch sagt, dass man die eine oder andere Beschreibung auch kürzer hätte fassen können, (transkribiertes Originalzitat Jay: “Ja-haa, ich hab’s verstanden! Jetzt komm mal zum Punkt!”) würde ich das gleiche zu den immer sich wiederholenden Schlachtszenen sagen, die in -für mich- unerträgliche Längen gezogen werden. Diese Bilder stülpen sich über die Erinnerungen, die ich an Mittelerde habe. Aber vielleicht ist ein Schlachtengetümmel leichter als Film zu produzieren als differenzierte und leisere Momente, die allerdings durchaus nicht immer schön und sonnig zu sein brauchen. Oder Jackson kann nur die grossen Effekte…

    Des weitern habt ihr über Filme und Serien gesprochen und ihre gegenseitige Abgrenzung. Ich für meinen Teil betrachte Serien wirklich in erster Linie als Zeitvertreib, etwas, was so nebenher plätschern kann. Filme nehmen mich ganz anders in Anspruch. Was mir auffällt: Wenn ich eine Serie schaue, kann ich durchaus die ganze Zeit auch am Handy beschäftigt sein, mal kurz Twitter durchscrollen oder ähnliches. Bei einem Film ist das Handy nicht in Betrieb. Genausowenig wie ich beim Lesen mit der freien Hand am Handy bin. Aber vielleicht habe ich noch nicht die richtige, anspruchsvolle Serie gefunden…

  4. Kriti-Sir Kriti-Sir

    Ey, ihr 2 Gentlemen, wo bleibt denn nun der Talk zu Fight Club? 😀

    Hat natürlich trotzdem wieder Spaß gemacht, euch beim Palavern zu lauschen, auch wenn es immer wieder mal sehr fahrig wurde.

    Folgende Passage fasst euch in meinen Augen – oder treffender: Ohrer: – perfekt zusammen:
    Jay labert von Gofis Buch “Huchtingen”, das eigentlich “Huchting” heißt und Gofi juckt es nicht die Bohne und er lässt Jays Ergüsse über sich ergehen, sagt dann etwas Sinnvolles, das auch für sich stehen könnte, was Jay aber gleich wieder ausschlachten muss.
    Finde diese Dynamik macht euch irgendwie aus ;).

    Zurück zum Thema noch folgender Tipp: Warum ich keine Fernsehserien mag! – DIE FILMANALYSE (13 Minuten)
    Link: https://www.youtube.com/watch?v=UQ6wKFSeleI

    • 😀
      Sorry, dass wir immer noch nicht gefightclubt haben. Der Talk erscheint am 22. Feb. vorher müssen wir noch über Erfolg in der Kunst reden. (am 8.) aber er kommt, versprochen!

  5. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas klarstellen:
    1. Ich war betrunkener als Jay.
    2. Ich fand fast alles, was gesagt hat, sehr schlau und nachdenkenswert.
    3. Es stimmt, dass Huchting nicht Huchtingen heißt. Ich wollte ihn aber deshalb nicht korrigieren, weil ich lieber zuhören wollte, was er zu sagen hat. Ich kenne nämlich kaum jemanden, der Werke präziser und umsichtiger interpretiert als er.
    Nur fürs Protokoll.

    • Dominic Dominic

      Ich bin beruhigt.

  6. Daniel Daniel

    Hallo liebe Freunde,

    Finde das besprochen Thema super spannend und beschäftigt mich auch. Ich bin (leider) nicht so die Leseratte, aber liebe es als kreativ denkender Mensch mit viel Fantasie mir diese eigenen imaginären Bilder zu Geschichten zu bilden.

    Ein super Kompromiss zwischen Buch und Film/Serie sind für mich Hörspiele. Wir haben das Glück in Deutschland so wahnsinnig viele gute Synchronsprecher zu haben und da gibt es mittlerweile soo viel was ich regelmäßig binge…
    Ein Hörspiel schafft es Geschichte, Sprache mit verschiedenen Charaktern, Musik und Umgebungsgeräusche zu liefen (in stereo :D). Man braucht nur zuhören und es entstehen instant die eigenen Bilder dazu -einfach herrlich.

    Gibt da viel fortlaufende Storys oder auch einzelne Episoden. Um mal ein paar Tipps zu geben für Interessierte (alles auf Spotify): Mark Brandis, Offenbarung 23, Dorian Hunter, Fallen, die neuen Abenteuee des Phileas Fogg, wir entdecken Komponisten, ARD Radio Tatort,…

    Besonders faszinierend auch Hörspiele in #binaurler Fassung. Z.b. ‘??? und das Grab der Maya (Kopfhörer‐Hörspiel)’. Unbedingt mal reinhören!!

    Liebe Grüße aus Marburg
    DM

    PS: first rule of fightclub… ich freu mich trotzdem drauf:)

  7. Julia Julia

    Ich hab im Zusammenhang mit ‘Huchtingen‘ schön gefunden,dass Gofi Jay nicht korrigiert hat. Es zeigte einerseits, dass er sich nicht angegriffen fühlte und andererseits, dass er seinen Freund wirklich kennt und schätzt. Und dieselbe Wertschätzung kommt von Jay, schon allein darauf hättet ihr beide noch ein Glas mehr trinken können! Die Titelfrage fand ich gar nicht so leicht zu beantworten. Ich liebe gute Geschichten und kann mich in einem guten Buch verlieren. Ich liebe Worte und die Bilder, die mein Kopf zu einer Geschichte produziert. Und es stimmt, die Schauplätze sind immer vertraut, es sind Orte aus meinem Leben, und dieser Mix aus der Vertrautheit dieser Bilder mit der Verblüffung, wenn die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt, ist phänomenal. Serien oder Filme berühren mich auf eine andere Weise, oft auch durch die Musik. Da kann es passieren,dass in meinem Herz eine Türe aufgeht, von der ich gar nicht gewusst habe, dass sie da war. Habe da schon grossartige Momente erlebt!
    Ihr macht das beide grandios, ihr seid auf jeden Fall würdige Erben, ihr geht mit den kostbaren Stücken sorgfältig um und verjubelt das Vermögen nicht, Kurt wäre stolz auf euch 😉💪. Ich freue mich auf jede Folge, aber natürlich auch besonders auf den Fightclub!

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