Zum Inhalt springen

Let me entertain you! – Über das schwierige Verhältnis zwischen Kunst und Unterhaltung

Crash! Boom! Bang! Jay hat neulich mal wieder den Film ‚True Lies’ gesehen und fragt sich, warum eine zünftige Explosion nicht genauso viel künstlerischen Gehalt haben sollte, wie zwei parallele Linien auf einer Leinwand. Was ist der Unterschied zwischen einem Blockbuster und einem Art House Film? Warum sind manche Kunstwerke so langweilig? Warum sind manche Werke unterhaltsam und TROTZDEM Kunst? Wenn sich Kunst und Unterhaltung nicht ausschließen müssen: Warum tun sie es dann so oft? Fragen über Fragen, über die wir uns nachts bei Wein unterhalten und uns immer tiefer im Fragengestrüpp verstricken, bis Jay verzweifelt, weil er keinen Ausweg mehr sieht. Doch dann, ganz zum Schluss, haben wir eine famose Idee. Hört am besten selbst.

5 Kommentare

  1. Jay bei Helene Fischer: “So ne tolle Explosion haben wir noch nie gesehen!” Musste sofort an den Schluss vom Woyzeck denken: “Ein guter Mord, ein echter Mord, ein schöner Mord, so schön als man ihn nur verlangen kann, wir haben schon lange so kein gehabt.” Legendär in der fränkischen Umsetzung der Theater-AG bei uns an der Schule damals: “A guuder Modd, a ächder Modd, a schenner Modd, so an schenna hemmer scho lang nämmer kood!” Auf jeden Fall große Kunst.

    • Ein Träumchen, Daniel! Da wär ich gerne dabei gewesen.

  2. Gerrit Gerrit

    Hey Erben,

    Ich musste bei der Folge irgendwie an Gott denken. Und den Versuch sie zu definieren.
    Das “Göttliche” gibt es in allen Kulturen; es ist das, von dem sich schwer sprechen lässt, aber das jede*r woanders wahrnimmt. Klar gibt es die common grounds, auf denen sich viele einig sind: “ja, das ist Gott” – und andere können das wiederum überhaupt nicht so sehen.

    Der Versuch, “Gott” zu definieren, klare Regeln und Eigenschaften für ihn/sie festzulegen, geht oft mit elitärem In-group/Out-group-Denken einher. Oder das egalitäre Gegenteil: “Gott ist überall, alles ist Göttlich” – und dann ist auch gar nichts mehr definiert… ( Trigger Warnung an Jay: dann wäre Helene Fischer nicht nur Kunst, sondern auch Gott. Hehe!)

    Und so ist es mit der Kunst auch.
    Die meisten Menschen machen diese Ergriffenheitserfahrungen. Das, was über das alltägliche Erleben von Ästhetik hinaus geht.
    Aber was ist Kunst?
    Alles? Oder elitär definiert, das, was nur eine besonders gesegnete Gruppe bestimmt?
    Beides – und weder noch.

    Ich finde es irgendwie cool, dass wir mit diesen Begriffen so Schwierigkeiten haben.
    Und man so viel darüber diskutieren kann. (Am besten in zwei verschiedenen Podcast-Formaten… 😉 )

    Habe euch gerne zugehört und innerlich mitdiskutiert!

    • Jay Jay

      Danke Gerrit,

      das triffts sehr gut. Schon seltsam, dass man irgendwie das Bedürfnis hat, so was feines wie Gott oder die Kunst “einzuzäunen”.
      LG,
      der Jay

      PS Helene Fisher is god. Haha. Ich dachte, Clapton wär’s. 😉

  3. Andi Andi

    Hi Jay & Gofi,

    bin nach einigen Wochen Abstinenz, in der ich den Sommer aufsaugte und das Leben genoss, wieder mal dazu gekommen, Euch zu hören. Mir ist ein fettes, deftiges U auch zehnmal lieber als ein pseudointellektuelles Gewackel 😉 Das mit dem Elitären triffts.

    Schönen Abend Euch und schaut nicht zu tief in das Glas mit den Elixieren des Teufels…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Holler Box