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Schlagwort: Film

Todessehnsucht in Badehosen – Warum wir ‚300‘ für einen neofaschistischen Scheißfilm halten

An Zack Snyders Film ‚300‘ (von 2007) scheiden sich die Geister. Die meisten (männlichen) Fans mögen ihn als Schlachtenspektakel in beeindruckender, wenn auch ziemlich künstlicher Optik. Andere, wie zum Beispiel wir, verachten ihn. Jay ist von dem schwülstigen Erzählton und der inhaltlichen Banalität genervt. Gofis Kritik ist vor allem politisch: Ganz bewusst setzt der Film Bilder und Motive ein, die auch aus dem Faschismus bekannt sind. Wir analysieren den Film genauer, wobei wir nicht umhin können, hin und wieder ausfällig zu werden. Wir widmen uns ‚300‘, weil wir damit einerseits ein Versprechen einlösen, das wir vor der Sommerpause gegeben haben. Andererseits ist der Film, so schlecht er auch ist, tatsächlich relevant, weil er einem neorechten Publikum ein passendes Narrativ für ihre politische Agitation liefert. Aber hört selbst.

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Wieviel Orientierung bietet Kunst wirklich? – Über den Mythos Kunst und die Serie ‚Station Eleven‘

Zur Zeit kann man die Serienverfilmung des Romans ‚Station Eleven‘ sehen (z. B. auf Amazon Prime). Wir finden diese Serie so spannend, dass wir darüber sprechen. Denn sie erzählt nicht nur eine Geschichte in einer postapokalyptischen Welt, sondern stellt auch die Frage, wozu Kunst eigentlich in der Lage ist, wenn alles andere zugrunde gegangen zu sein scheint. Kann Kunst Orientierung bieten? Kann sie fürs Leben anleiten, zum Überleben verhelfen? Hat sie Eigenschaften, die sie schon fast zu etwas Heiligem werden lassen? Oder ist das ein Mythos, der der Wirklichkeit niemals gerecht werden kann? Wir können uns nicht recht einigen. Jay ist mehr so – na ja, ihr wisst schon. Und Gofi kommt eher – ihr könnt euch denken, von welcher Seite. Aber hört selbst.

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Die Beatles hautnah – Wir reden über die Doku ‚Get Back‘ von Peter Jackson

Vielleicht geht es Dir ja so wie Gofi, und Du ertappst Dich immer wieder dabei, wie Du Songs der Beatles vor dich hinträllerst oder -pfeifst. Ihre Lieder begleiten uns, tauchen im Alltag auf, sind gewissermaßen nicht mehr wegzudenken. Als die Band 1969 ins Studio ging, um ein weiteres Album aufzunehmen, wurden sie von einer Filmcrew begleitet. Geplant war ein TV-Feature, dessen Konzept noch nicht feststand. Aus den vielen Stunden Material entstand der Film ‚Let it Be‘ unter der Regie von Michael Lindsay-Hogg, der ein Jahr später herauskam. Jetzt hat Peter Jackson die Aufnahmen noch einmal gesichtet und eine knapp achtstündige Mammut-Dokumentation daraus gemacht, die man bei Disney+ streamen kann. Du abonnierst Disney+ nicht oder hast keine Lust, Dir die vielen Stunden reinzuziehen, willst aber trotzdem wissen, wie die Doku ist? Wir haben sie gesehen und erzählen es Dir.

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Auf der Suche nach der Seele – Die Akt- und Porträtfotografin Anna Försterling im Gespräch

Anna Försterling ist davon überzeugt, dass sich die Seele eines Menschen nicht nur in den Augen zeigt, sondern auch auf der Haut. Die leidenschaftliche Akt- und Porträtfotografin aus Sachsen hat eine Reihe von Preisen und Publikationen vorzuweisen und genießt unter den Filmfotograf*innen – aber nicht nur unter ihnen – einen ausgezeichneten Ruf. Auch wir sind von ihren Fotos total begeistert und sehr stolz, dass sie bereit gewesen ist, ausführlich mit uns über das zu sprechen, was sie antreibt. Was liebt sie so sehr an der Aktfotografie? Was fasziniert sie am menschlichen Körper? Wie ist das, wenn beim Aktfotoshooting im Wald Spaziergänger vorbeikommen? Und was bedeutet für sie Schönheit? Über all das und noch mehr reden wir in diesen kurzweiligen 90 bis 100 Minuten. Viel Spaß beim Zuhören!

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Sind die Held*innen am Ende? – Über Superheld*innen und ihren Absturz

Superheld*innen hat es schon immer gegeben. Sie trugen nicht immer Maske und Cape, sondern auch mal Sandalen, Speer oder Keule. Aber dass es übernatürlich begabte Männer und Frauen gibt, die zu großen Taten fähig sind, ist seit jeher Bestandteil vieler berühmter und auch uralter Geschichten. Das Genre wurde in den letzten Jahren neuentdeckt, in die Kinos gebracht, zuletzt aber auch genüsslich zerstört. Was fasziniert uns an den Übermenschen? Warum finden wir ihre Geschichten spannend? Und was versprechen wir uns davon, wenn wir ihnen die Masken herunterreißen? Auch wenn wir auch diesmal wieder viel über Comics reden: Dieser Talk ist nicht nur für Nerds. Versprochen. Aber hört selbst.

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Leben vor der Kamera und auf der Bühne – Wie ist das, Schauspieler zu sein, Benjamin Stoll?

Benjamin Stoll ist Schauspieler und Regisseur. Der Wahlberliner hat seine Ausbildung in Ulm gemacht und kennt die Arbeit vor der Kamera, aber auch auf der Bühne, und zwar sowohl für kleine, aber auch ziemlich große Produktionen. Unter anderem hat er für SOKO Wismar vor der Kamera gestanden, ist bei Amazon Prime in der X-Ray-Datenbank zu finden und spielte vor einem riesigen Publikum im Westfalen Stadion. Er erklärt uns, was Schauspiel eigentlich ist, worin der Unterschied zwischen dem Spiel auf der Bühne oder vor der Kamera besteht, wie er dazu gekommen ist, diesen Beruf zu lernen, warum wir Filme, Serien und Theaterstücke so lieben und was Schauspiel mit Sport zu tun hat.
Mit dieser Folge verabschieden wir uns in die Sommerpause. Danke für Euer Interesse und Euren Support! Wir hören uns Ende August wieder. Bis dahin!

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Let me entertain you! – Über das schwierige Verhältnis zwischen Kunst und Unterhaltung

Crash! Boom! Bang! Jay hat neulich mal wieder den Film ‚True Lies’ gesehen und fragt sich, warum eine zünftige Explosion nicht genauso viel künstlerischen Gehalt haben sollte, wie zwei parallele Linien auf einer Leinwand. Was ist der Unterschied zwischen einem Blockbuster und einem Art House Film? Warum sind manche Kunstwerke so langweilig? Warum sind manche Werke unterhaltsam und TROTZDEM Kunst? Wenn sich Kunst und Unterhaltung nicht ausschließen müssen: Warum tun sie es dann so oft? Fragen über Fragen, über die wir uns nachts bei Wein unterhalten und uns immer tiefer im Fragengestrüpp verstricken, bis Jay verzweifelt, weil er keinen Ausweg mehr sieht. Doch dann, ganz zum Schluss, haben wir eine famose Idee. Hört am besten selbst.

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Ist Fußball Kunst?

Fußball ist Leidenschaft, ist Religion oder nervt. Fußball ist die wichtigste Nebensache der Welt, angeblich systemrelevant, ein Milliarden-Euro-Business. Aber: Ist Fußball auch Kunst?
Es gibt Leute, die einen schönen Pass mit einem Gedicht vergleichen. Aber macht das den Sport gleich zum Kunstwerk? Wir sind uns nicht ganz sicher. Was passiert, wenn man nicht nur die körperliche, sondern auch die denkerische Arbeit im Fußball würdigt? Könnte es sein, dass auf den Trainerbänken die Karajans des Sports sitzen? Ist es wirklich so anders, ob jemand am Theater, am Filmset oder am Fußballfeld Regie führt? Dies ist ein Talk nicht nur für Fußballfans! Denn wir finden beim Gespräch über den Sport auch eine ganze Menge über Kunst heraus. Lasst euch überraschen.

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„Ich sehe Stärke im Schwachen und Unperfekten“ – Die analoge Fotografie von Jacqueline Stürmer und Mark Doerr

Jacqueline Stürmer und Mark Doerr sind zwei total faszinierende Fotografen aus dem Saarland, die auf das Analoge schwören und sich in der Szene einen sehr guten Ruf erarbeitet haben. Beide setzen unserer von Instagram und Selfies dominierten Wirklichkeit Bilder entgegen, die aus dem Rahmen fallen, seltsam berühren, fesseln oder befremden.
Sie haben mit uns über ihre Vorstellungen von Schönheit und Fotografie geredet, über die Kunst und das Leben und worum es ihnen in ihrer Arbeit geht. Ein Talk, auf den wir stolz sind. Viel Spaß beim Hören!

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