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Schlagwort: Musik

Erst kommt die Lust, dann die Wirtschaftlichkeit (mit Thomas Venker)

Thomas Venker ist ein altgedienter Medienprofi: Sein erstes Fanzine brachte er noch aus dem Haus seiner Mutter heraus. Viele Jahre und etliche Projekte später war er gemeinsam mit Linus Volkmann Chefredakteur des Musikmagazins ‚Intro‘, bevor sie beide ihre Posten dort niederlegten und seit 2014 das Webmag ‚Kaput – Magazin für Insolvenz & Pop‘ publizieren. Unterstützt von einem Team illustrer Autor*innen und Fotograf*innen scannen sie und berichten über die Pop- und Kulturwelt. Wir haben uns mit ihm darüber unterhalten, wie es der Kunst- und Kulturszene heute geht, warum er ‚Kaput‘ wie einen Befreiungsschlag empfunden hat, was er jungen Medien- und Kunstschaffenden raten würde und ob er es nach einem Allnighter in New York wirklich noch ohne Rollator in den Flieger schafft. Sehr verehrte Zuhörende: Meet Thomas Venker. Viel Spaß! (Das Episodenbild ist im Original von Sarah Szczesny.)

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Vom Kindermusikstar zum Maler – Wie Daniel Kallauch auf die Corona-Krise reagiert hat

Daniel Kallauch ist im ganzen deutschsprachigene Bereich bekannt geworden mit seinem musikalischen Programm für Kinder. Doch zuletzt erging es ihm wie vielen anderen auftretenden Künstler*innen auch: In den Pandemiejahren blieben die Auftritte aus, die beruflicheLaufbahn stand auf dem Spiel, Frust machte sich breit. Was jetzt? Daniel entschied sich, einen neuen Weg einzuschlagen und begann zu malen! Auf diese Weise hat er sich ein neues Standbein geschaffen. Wie er das geschafft hat, was ihn antreibt und was diese Erfahrung mit ihm macht – das erzählt er uns in diesem unterhaltsamen und ermutigenden Talk. Viel Spaß!

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Die Beatles hautnah – Wir reden über die Doku ‚Get Back‘ von Peter Jackson

Vielleicht geht es Dir ja so wie Gofi, und Du ertappst Dich immer wieder dabei, wie Du Songs der Beatles vor dich hinträllerst oder -pfeifst. Ihre Lieder begleiten uns, tauchen im Alltag auf, sind gewissermaßen nicht mehr wegzudenken. Als die Band 1969 ins Studio ging, um ein weiteres Album aufzunehmen, wurden sie von einer Filmcrew begleitet. Geplant war ein TV-Feature, dessen Konzept noch nicht feststand. Aus den vielen Stunden Material entstand der Film ‚Let it Be‘ unter der Regie von Michael Lindsay-Hogg, der ein Jahr später herauskam. Jetzt hat Peter Jackson die Aufnahmen noch einmal gesichtet und eine knapp achtstündige Mammut-Dokumentation daraus gemacht, die man bei Disney+ streamen kann. Du abonnierst Disney+ nicht oder hast keine Lust, Dir die vielen Stunden reinzuziehen, willst aber trotzdem wissen, wie die Doku ist? Wir haben sie gesehen und erzählen es Dir.

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Sachsen statt Nashville: Warum die Sängerin Sarah Brendel sich gegen die großen Bühnen entschieden hat

Sarah Brendel hatte es eigentlich geschafft. Die Bosse der Plattenfirmen aus Nashville hatten die junge deutsche Singer/Songwriterin entdeckt und boten ihr einen Vertrag an. Plötzlich war der Durchbruch, von dem alle träumen, ganz nah: Neues Managemant, neues Label, ein Song in den Billboard Charts, Auftritte auf den Bühnen und bei den Radiosendern der USA. Doch all dem hat Sarah den Rücken zugewandt. Weil sie lieber ihren eigenen Weg gehen wollte. Weil ihr die Nähe zu Freund*innen ihrer Kunst wichtiger ist, als die große Bühne. Heute lebt sie als Teil einer Kommunität in Sachsen und schafft Zufluchtsorte für Künstler*innen, aber auch für Menschen auf der Flucht. Wir reden mit ihr über ihren Weg und über ihr neues großartiges Album ‚Among 10.000‘. Mit diesem packenden Gespräch sagen wir: Danke fürs Zuhören und Begleiten im Jahr 21! Wir wünschen Euch frohe Weihnacht und ein gesundes neues Jahr 22!
(Das Episodenfoto stammt im Original von Daniel Lindhüber)

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Erfolgreich und trotzdem gescheitert

Wenn Du drüber nachdenkst, fallen Dir sicher viele Künstler*innen ein, die beruflich erfolgreich waren, aber menschlich scheiterten: zu jung gestorben, Suchtprobleme, psychische Erkrankungen, Depressionen usw. Namen wie van Gogh, Jean-Michel Basquiat, Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Amy Whinehouse drängen sich auf. Aber sind diese geplagten Ausnahmetalente wirklich die Regel? Ist das unvermeidlich, dass große Begabungen mit großen Problemen einhergehen? Oder ist das ein Klischee, dass sich leider immer wieder bestätigt? Wir wollen das genauer wissen und sprechen darüber, wie es ist, wenn bestimmte Fähigkeiten zur Belastung werden, und wie wir als Gesellschaft auf Leute reagieren, die irgendwie anders sind als wir. Wir finden, dass wir das Anderssein der anderen als eine Chance begreifen sollten. Aber hört selbst.
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„Ich nehme den Song und mach ihn kaputt.“ – Großartiger deutscher Elektro-Pop von Rahel

Ihr Stimme ist so klar und schön, dass sie ohne Weiteres Girly Pop machen könnte. Macht sie aber nicht. Und das ist gut so! Stattdessen arbeitet die Songwriterin Rahel gemeinsam mit ihrem Produzenten Fabian Brümmer an einem Elektro Pop Sound, der einerseits schlicht und eingängig ist und anderseits genau diese Schlichtheit wieder demontiert. Dazu singt sie nachdenkliche und hintergründige deutsche Texte. Wir haben uns mit ihr über ihre Musik, ihr Studium an der Academy of Pop Music in Enschede, ihre Texte und den Weg zu ihrem ganz persönlichen künstlerischen Ausdruck unterhalten. Rahel schenkt uns einen ehrlichen und tiefen Einblick in die Hintergründe ihrer Arbeit. Aber hört selbst.

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Erfolg in der Kunst – Was ist das?

Du hättest so gerne Erfolg: Am Anfang wünschst du dir, dass Leute gut finden, was du tust. Später möchtest du von deiner Kunst leben können. Noch später fragst du dich, warum immer andere gefeiert werden, in Magazinen besprochen werden, Preise gewinnen. Schließlich erhältst auch du eine Ehrung. Aber nicht die größte. Und so kann es endlos weitergehen.
Ab wann hat jemand Erfolg in der Kunst? Reicht die Anerkennung deiner Freunde? Oder müssen es viele Menschen sein? Oder sollte es auch Geld einbringen? Wie viel sollte es sein, um als ‚Erfolg‘ gelten zu können?
Wir haben uns diesen Fragen gestellt, weil unserer Hörerin Julia sie uns vorgeschlagen hat, aber auch deshalb, weil wir selbst davon betroffen sind. Denn auch wir wünschen uns natürlich, in dem, was wir künstlerisch veranstalten, erfolgreich zu sein. Dabei schauen wir unter anderem zurück auf unsere Versuche der letzten Jahre und überlegen, wann es uns gelungen ist, die Erfolge als solche zu akzeptieren und zu feiern.

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